Wer ein Center-Portfolio auf Yardi betreibt, kennt das Muster: Die Mieterstammdaten sind sauber gepflegt, die Mietverträge inklusive Umsatzmietklauseln liegen im System – aber die Besucherfrequenz und die täglichen Mieterumsätze leben woanders. In Excel-Dateien, in einem separaten Zähltool, in E-Mails vom Center Management. Genau an dieser Bruchstelle entscheidet sich, ob umsatzbasierte Mieten korrekt abgerechnet werden und ob Leasing-Teams in Nachverhandlungen mit belastbaren Zahlen auftreten. Eine echte Yardi Footfall-Integration schließt diese Lücke mit einem Datenaustausch in beide Richtungen, der pro Kunde eingerichtet wird.
Warum eine Einweg-Schnittstelle nicht ausreicht
Wenn Daten nur in eine Richtung fließen, müssen Stammdaten weiterhin in zwei Systemen gepflegt werden. Das Problem daran ist nicht der Aufwand allein – es ist die Datenqualität. Sobald ein Mieter im Center umzieht, seine Fläche vergrößert oder unter neuem Namen firmiert, laufen die Systeme auseinander. Der Flächenumsatz pro Quadratmeter wird gegen veraltete Quadratmeterzahlen gerechnet. Die Frequenzdaten hängen an einem Store, der längst geschlossen ist.
Die Integration zwischen Yardi und VemTenant, dem Produkt der Vemco Group für das Reporting von Mieterumsätzen, arbeitet deshalb in beide Richtungen. Sie wird pro Kunde mit einem kundenspezifischen Dateiformat eingerichtet und steht deshalb nicht automatisch jedem Yardi-Kunden zur Verfügung. In Richtung eins importiert VemTenant aus Yardi Mieter- und Standortdaten, Fläche, Eröffnungsdatum, Status und Kontakte: Wird in Yardi ein neuer Mieter angelegt, ein Name geändert oder eine Flächengröße angepasst, kommt das mit dem Import in VemTenant an. Ihr Team pflegt diese Daten einmal in Yardi. In Richtung zwei exportiert VemTenant die Tagesumsätze des Vormonats mit Objekt- und Mietvertragscodes, Umsatzart und Datum an Yardi. Das ist keine kosmetische Ergänzung, sondern die Datengrundlage für die Abrechnung umsatzbasierter Mietverträge.
VemTenant liefert die Mieterumsätze an Yardi
Ein Punkt für Budget-Gespräche: Wer Mieterumsätze in Yardi verarbeiten will, muss sie dorthin bringen. VemTenant, das Produkt von Vemco für Tenant Revenue Management, erfasst die Umsätze der Mieter und exportiert die Tagesumsätze des Vormonats an Yardi. Die Umsatzerfassung bei den Mietern und die Übergabe an Yardi laufen über eine Plattform – und die Frequenzdaten liegen gleich daneben.
Für Portfolio-Verantwortliche ist das mehr als eine technische Fußnote. Jedes zusätzliche System in der Kette bedeutet Lizenzkosten, einen weiteren Vertragspartner und eine weitere potenzielle Fehlerquelle bei der Umsatzmietabrechnung. Ein Vemco-Kunde hat in diesem Zusammenhang Salesforce durch Vemco ersetzt und spart dadurch rund 500.000 US-Dollar pro Jahr an Lizenzkosten. Nicht jedes Portfolio bewegt sich in dieser Größenordnung – aber das Prinzip skaliert: Weniger Systeme, weniger manuelle Übergaben, weniger Abstimmungsaufwand zwischen Property Management und Analytics.
Was Leasing-Teams damit konkret anfangen
Die eigentliche Rendite der Integration entsteht nicht in der IT, sondern am Verhandlungstisch. Wenn Mieterumsätze und Besucherfrequenz pro Store in einem System zusammenlaufen, lassen sich Fragen beantworten, die vorher nur geschätzt wurden:
- Conversion pro Mieter: Ein Store mit hoher Frequenz und schwachem Umsatz hat ein internes Problem – ein Store mit niedriger Frequenz und solidem Umsatz hat ein Lage- oder Sichtbarkeitsproblem. Beide brauchen unterschiedliche Gespräche.
- Mietniveau-Argumentation: Bei Nachverhandlungen lässt sich die tatsächlich gelieferte Frequenz gegen die vereinbarte Miete stellen – in beide Richtungen. Auch Vermieter profitieren von Transparenz, wenn die Zahlen für sie sprechen.
- Nachvermietung: Für eine frei werdende Fläche liegen historische Frequenz- und Umsatzdaten vor, die einem Interessenten realistische Erwartungen geben – ein deutlich stärkeres Argument als Renderings und Passantenschätzungen.
- Umsatzmiet-Compliance: Umsätze auf Tagesbasis in VemTenant lassen Meldelücken und auffällige Werte früher erkennen als erst beim Jahresabschluss.
Das Zusammenspiel von Frequenz und Umsatz pro Mieter ist damit keine Reporting-Spielerei, sondern die Grundlage für Leasing-Entscheidungen und Mietverhandlungen mit tatsächlicher Datenbasis.
Ein Hinweis für die Vorbereitung
Der kritische Moment ist oft nicht das technische Go-live, sondern das Mapping der Mieter-IDs vor dem Start. In vielen Portfolios gibt es Altlasten – Mieter, die in Yardi unter der juristischen Firmierung geführt werden, im Center aber unter einem Markennamen laufen; Flächenzusammenlegungen, die nie sauber nachgezogen wurden; Pop-up-Stores ohne vollständigen Stammdatensatz. Wer diese Bereinigung vor der Anbindung erledigt, hat es danach leichter, weil die Stammdaten nur noch in Yardi gepflegt und von dort importiert werden. Wer sie überspringt, überträgt das Chaos in das zweite System. Planen Sie diesen Schritt bewusst ein.
Zählgenauigkeit: ehrlich statt geschönt
Frequenzdaten, die in Mietverhandlungen einfließen, müssen belastbar sein – sonst zerlegt sie die Gegenseite. Vemco garantiert vertraglich eine Mindestzählgenauigkeit von 96 Prozent; unter geeigneten Bedingungen – also bei passender Beleuchtung, geeignetem Store-Layout und typischem Besucherverhalten – liegen die Werte in der Praxis meist bei 98 bis 99 Prozent. Diese Differenzierung ist bewusst: Ein Anbieter, der pauschal 99 Prozent verspricht, ohne die Standortbedingungen zu kennen, verspricht etwas, das er nicht kontrollieren kann. Da die Plattform sensor-agnostisch aufgebaut ist, lässt sich zudem vorhandene Zählhardware weiterverwenden – ein relevanter Punkt für Portfolios, in denen über die Jahre unterschiedliche Sensorgenerationen verbaut wurden.
Yardi bleibt das führende System – und wird wertvoller
Yardi mit Sitz in den USA gehört zu den weltweit führenden Anbietern leistungsstarker Softwarelösungen für die Immobilienbranche. Niemand, der sein Portfolio darauf aufgebaut hat, will das System ersetzen – und genau das ist auch nicht die Idee. Die Integration folgt einem klaren Grundsatz: Ihre Daten sollten nicht in getrennten Systemen leben. Yardi bleibt die führende Quelle für Verträge, Flächen und Mieterstammdaten; Vemco ergänzt die Dimension der physischen Fläche – Frequenz, Verweildauer, Umsatz pro Mieter –, und VemTenant exportiert die Tagesumsätze des Vormonats an Yardi. Die bestehende Yardi-Investition wird dadurch nicht in Frage gestellt, sondern aufgewertet.
Vemco Group bringt dafür die nötige Substanz mit: Das dänische Unternehmen ist seit mehr als 20 Jahren am Markt, und die offene Analytics-Plattform zählt heute über 60 Millionen Personen pro Tag in mehr als 55.000 Installationen in über 98 Ländern. Das ist relevant, weil Portfolio-Betreiber keinen Nischenanbieter anbinden wollen, dessen Schnittstelle in drei Jahren nicht mehr gepflegt wird.
Die Rechnung für Ihr Budget
Wenn Sie den Business Case intern aufstellen, zählen drei Posten: erstens der Wegfall manueller Doppelerfassung zwischen Property-System und Analytics – Mieter- und Standortdaten werden nur noch einmal gepflegt. Zweitens die Umsatzerfassung für umsatzbasierte Mietverträge über VemTenant, inklusive Export der Tagesumsätze des Vormonats an Yardi. Drittens der schwerer zu beziffernde, aber wirtschaftlich größte Hebel: Leasing-Entscheidungen und Mietanpassungen auf Basis kombinierter Frequenz- und Umsatzdaten statt auf Basis von Bauchgefühl und veralteten Quartalsberichten. Wer nur den ersten Posten rechnet, unterschätzt den Case systematisch.
Läuft Ihr Portfolio bereits auf Yardi? Dann verbinden Sie es mit Vemco und führen Sie Property-Daten mit Besucherfrequenz, Mieterumsätzen und Auslastungsanalysen in einer Plattform zusammen. Sprechen Sie mit uns über Ihre konkrete Yardi-Umgebung und Ihren Integrationsfahrplan: vemcogroup.com/contact-us.