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    Warum Apotheken über die Besucherzählung hinausblicken sollten

    Warum Apotheken über die Besucherzählung hinausblicken sollten

    Für die meisten Apotheken war Besucherzählung nie ein Thema – und die Begründung ist stichhaltig. Kunden kommen, weil sie bereits wissen, was sie brauchen: ein Rezept, ein bestimmtes Medikament, einen Rat vom Apotheker. Anders als ein Modegeschäft braucht eine Apotheke keinen Zähler am Eingang, um zu erfahren, wie viele Besucher zu Kunden werden. Fast alle werden es. Doch diese Logik beantwortet die falsche Frage. Es geht nicht mehr darum, wie viele Menschen die Apotheke betreten. Es geht darum, was sie drinnen tun – und woran sie auf dem Weg zur Theke achtlos vorbeigehen.

    Die Apotheke hat die Frequenz bereits

    Stellen Sie sich eine Apotheke mit mehreren hundert Besuchern am Tag vor. Viele kommen aus einem einzigen Grund: ihr Medikament abholen. Sie treten ein, warten ein paar Minuten, erhalten ihr Rezept und gehen. Aus klassischer Zählperspektive gibt es nichts zu optimieren. Kommerziell bleiben die wichtigen Fragen unbeantwortet. Woran ist der Kunde auf dem Weg zur Theke vorbeigegangen? Welche Kategorien hat er angeschaut? Wo ist er stehen geblieben, und wie lange stand er vor Vitaminen, Nahrungsergänzung oder Hautpflege? Welche Displays haben Aufmerksamkeit erzeugt, aber nie einen Verkauf? Ein einfacher Eingangszähler kann keine dieser Fragen beantworten.

    Der Einsatz ist real. Branchenanalysen sehen Health & Beauty – Hautpflege, Vitamine, Nahrungsergänzung und Körperpflege – als das am schnellsten wachsende Segment im Apothekeneinzelhandel; allein Vitamine, Mineralstoffe und Nahrungsergänzung sollen bis 2031 um rund 7,5 % pro Jahr wachsen. Jede Flasche Vitamine und jede Tube Sonnencreme trägt zudem eine deutlich höhere Marge als der gleiche Umsatz im Rezeptgeschäft. Der Freiwahlbereich ist der Ort, an dem der Gewinn entsteht; die Rezepttheke ist das, was die Menschen dorthin bringt.

    Von der Besucherzählung zur Verhaltensanalyse

    Die nächste Generation der Apothekenanalyse verbindet anonyme Frequenzmessung mit Zonenanalyse, Verweildauer, Kundenfluss und Blickrichtung. Nehmen wir einen Kunden, der in der Erkältungssaison sein Medikament abholt. Derselbe Kunde hat potenziell Bedarf an Nasenspray, Halsprodukten, Vitaminen und Taschentüchern. Stehen diese Produkte in Bereichen, die er nie passiert oder nie anschaut, verschwindet die Chance einfach. Flussanalyse zeigt die Wege, die Kunden tatsächlich nehmen. Verweildaueranalyse zeigt, wo sie stehen bleiben. Blickrichtungsanalyse zeigt, welche Displays visuelle Aufmerksamkeit erhalten. In Kombination mit Kassendaten kann die Apotheke endlich die entscheidende Frage stellen: Welche Platzierungen erzeugen Aufmerksamkeit – und welche erzeugen Umsatz?

    Produktplatzierung sollte auf Daten beruhen

    Apothekenkategorien hängen natürlich zusammen – das macht Platzierung ungewöhnlich wirksam:

    • Erkältungsmittel → Nasenspray → Vitamine
    • Verschreibungspflichtige Hautpflege → Feuchtigkeitscreme → dermatologische Hautpflege
    • Schmerzmittel → Muskelprodukte → Bandagen und Regeneration
    • Kindermedizin → Kindervitamine → Gesundheitszubehör

    Das Ziel ist kein aggressiver Impulsverkauf. Eine Apotheke ist in erster Linie ein vertrauenswürdiger Gesundheitsort. Die Chance liegt darin, relevante Produkte leichter auffindbar zu machen, wenn der Kunde bereits einen verwandten Bedarf hat – und anhand von Daten zu wissen, ob das Layout diese Aufgabe erfüllt.

    Testen statt raten

    Der größte Vorteil ist die Möglichkeit, kontinuierlich zu experimentieren. Verschieben Sie ein Vitamin-Display von Standort A nach Standort B und messen Sie Frequenz, Exposition, Verweildauer und Umsatz vorher und nachher. Ändern Sie das Hautpflege-Layout; messen Sie erneut. Richten Sie eine Wellness-Zone ein; messen Sie erneut. Für Apothekenketten ist das besonders wirkungsvoll: Ein Konzept in wenigen Filialen testen, den Anstieg von Engagement und Umsatz belegen und dann im gesamten Netz ausrollen. Vemco Group zählt seit 2005 Menschen, verarbeitet heute über 85 Millionen Zählungen pro Tag für mehr als 2.000 Kunden und arbeitet mit einer vertraglichen Mindestgenauigkeit von 96 % – die Präzision, die nötig ist, wenn man eine Veränderung von wenigen Prozentpunkten in einer einzelnen Zone misst.

    Der Business Case für Apotheken lautet also nicht: „Sie müssen wissen, wie viele Menschen Ihre Filialen betreten." Viele Betreiber können zu Recht antworten, dass sie das nicht müssen. Das stärkere Argument lautet: Sie haben die Besucher bereits – verstehen Sie jetzt, wie sie Ihre Apotheke nutzen. Kontaktieren Sie Vemco Group, um ein Apotheken-Pilotprojekt mit Eingangszählung, Zonenverweildauer, Blickrichtung und Kassenintegration zu planen.

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