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    Home Assistant Bewegungsmelder: Automationsrezepte für Belegung

    Home Assistant Bewegungsmelder: Automationsrezepte für Belegung

    Dienstagvormittag, Besprechungsraum 2.14: Acht Personen sitzen seit zwanzig Minuten still vor einer Präsentation, und das Licht geht aus. Jemand wedelt mit dem Arm, das Licht geht wieder an, die Lüftung läuft derweil auf Stufe 1, weil der Home Assistant Bewegungsmelder die Zone zwischendurch als „leer“ gemeldet hat. Jeder, der schon einmal eine Belegungsautomation aufgesetzt hat, kennt diesen Moment. Die Logik war korrekt, das Eingangssignal nicht. Dieser Artikel liefert keine Einführung in die Integration, sondern fertige Automationsmuster für Beleuchtung, HLK und Alarme, die mit genau diesem Problem umgehen können.

    Vom Home Assistant Bewegungsmelder zum Belegungssignal

    Bevor Sie eine einzige Automation anlegen, bauen Sie eine Zwischenschicht: eine Template-Entität pro Zone, die als binary_sensor mit der Device Class „occupancy“ arbeitet und mehrere Quellen zusammenführt. Praktisch heißt das: Die Zone gilt als belegt, wenn der PIR-Melder Bewegung sieht oder ein mmWave-Präsenzmelder Anwesenheit meldet oder der numerische Zählwert aus dem Personenzähler größer null ist. Ergänzen Sie ein delay_off von mehreren Minuten, damit kurze Stillphasen nicht zu einem Zustandswechsel führen. Alle folgenden Rezepte greifen auf diese eine Entität zu. Ändert sich später die Sensorik, passen Sie das Template an, nicht fünfzehn Automationen.

    Für Flächen mit variabler Auslastung reicht ein Belegt/Nicht-belegt-Signal nicht aus. Hier brauchen Sie den Zählwert als eigene Sensor-Entität, idealerweise per MQTT mit gesetztem retain-Flag, damit nach einem Neustart von Home Assistant nicht alle Zonen auf „unbekannt“ stehen. Legen Sie außerdem pro Zone input_number-Helfer für Schwellenwerte an. Dann können Facility-Verantwortliche eine Grenze im Dashboard verschieben, ohne YAML zu öffnen. Wie die Datenwege MQTT, REST und Webhook im Detail aufgebaut werden, beschreibt der komplette Leitfaden zur Home Assistant Occupancy-Integration; hier geht es ausschließlich um das, was auf diesen Daten aufsetzt.

    Rezept 1: Beleuchtung mit Hysterese statt Flackern

    Die Standardautomation „Bewegung erkannt, Licht an, nach fünf Minuten aus“ erzeugt genau die Szene aus dem Besprechungsraum. Ein belastbares Muster besteht aus drei getrennten Automationen:

    • Einschalten: Trigger ist der Wechsel der Zonen-Entität auf „belegt“. Bedingung: Der Außenlichtsensor liegt unter einem Lux-Schwellenwert oder der Sonnenstand ist unter einem definierten Elevationswinkel. Aktion: Lichtszene „Arbeiten“ aufrufen. So brennt bei Tageslicht am Fensterplatz nichts unnötig.
    • Ausschalten: Trigger ist der Wechsel auf „nicht belegt“, aber mit for-Dauer, etwa zehn Minuten in Besprechungsräumen und dreißig Minuten in Großraumzonen. Zusätzliche Bedingung: Der Zählwert der Zone ist null. Fehlt diese Bedingung, schaltet eine ruhige Gruppe das Licht im Sitzen aus.
    • Dimmen als Vorwarnung: Zwei Minuten vor dem Ausschalten die Helligkeit auf 50 Prozent reduzieren. Wer dann noch da ist, bewegt sich, der Melder löst aus, der Timer wird zurückgesetzt. Diese kleine Stufe reduziert Beschwerden spürbar.

    Trennen Sie Verkehrsflächen von Arbeitsflächen. Ein Flur darf nach zwei Minuten dunkel werden, ein Hörsaal nicht. Nutzen Sie in Home Assistant Automatisierung über Blueprints, damit die Logik nur einmal existiert und pro Zone nur Entität und Dauern eingetragen werden.

    Rezept 2: Lüftung und Klima gestuft nach Personenzahl

    HLK ist der Bereich mit dem größten Einspareffekt, weil Anlagen heute oft durchlaufen, obwohl niemand da ist. Für Besprechungsräume mit Präsenzmeldern genügt ein Zwei-Zustands-Muster: Klimaentität auf „eco“ oder einen abgesenkten Sollwert, sobald die Zone länger als zwanzig Minuten unbelegt ist; zurück auf Komfortsollwert bei Wiederbelegung. Wichtig ist die Rückschaltung: Verlangen Sie, dass die Zone für mindestens zwei Minuten stabil belegt ist, sonst fährt die Anlage hoch, weil jemand kurz etwas holt.

    Für Großraumbüros, Kantinen und Hörsäle arbeiten Sie mit numeric_state-Triggern auf dem Zählwert:

    • Stufe 1: Zählwert über 0 und unter 10 Personen für mindestens fünf Minuten.
    • Stufe 2: Zählwert ab 10 für mindestens fünf Minuten.
    • Stufe 3 oder Volllast: Zählwert ab 30 oder ab der Auslegungsgrenze des Raums.
    • Rückschaltung: Erst, wenn der Zählwert die nächstniedrigere Schwelle für mindestens fünfzehn Minuten unterschreitet. Die unterschiedlichen Dauern für Hoch- und Rückschalten sind Ihre Hysterese.

    Die konkreten Personenzahlen sind Platzhalter und gehören in input_number-Helfer. Ergänzen Sie außerdem eine Mindestlaufzeit pro Stufe, die zu den technischen Vorgaben Ihrer Anlage passt, und eine Zeitbedingung für den Betriebsschluss. Lassen Sie kritische Regelkreise – Frostschutz, Mindestluftwechsel – nie allein von der Open-Source-Instanz abhängen. In Gebäuden mit bestehender GLT übernimmt eine Plattform wie VemFusion die direkte Kopplung von Belegungsdaten an HLK, Gebäudeleittechnik und Sicherheitssysteme; Home Assistant nutzt parallel dieselben Datenströme für die Sonderfälle, die sich schneller anpassen lassen.

    Rezept 3: Alarme, die jemand lesen will

    Drei Benachrichtigungsautomationen haben sich in Projekten als sinnvoll erwiesen, alle über einen Notify-Dienst an eine definierte Gruppe statt an „alle“:

    • Kapazitätsvorwarnung: Trigger, wenn der Zählwert 90 Prozent der zulässigen Höchstzahl erreicht, mit einer zweiten Stufe bei 100 Prozent. Das Facility-Team reagiert, bevor die Grenze überschritten ist. Wiederholungen begrenzen Sie mit einer Bedingung auf die letzte Auslösezeit, sonst kommen bei schwankenden Werten Dutzende Meldungen.
    • Belegung nach Betriebsschluss: Zeigt eine Zone nach einer definierten Uhrzeit Belegung ungleich null für mehr als zehn Minuten, geht eine Meldung an den Sicherheitsdienst, nicht in eine stille Protokollzeile.
    • Sensorausfall: Wechselt eine Belegungsentität auf „unavailable“ oder liefert sie länger als eine festgelegte Zeit keinen Zustandswechsel, melden Sie das. Eine ausgefallene Zone sieht für Ihre Automationen wie eine leere Zone aus, und dann steht die Lüftung bei vollem Haus auf Stufe 1.

    Pflegeautomationen gegen Drift

    Bei bidirektionaler Zählung an Ein- und Ausgängen summieren sich kleine Fehler über den Tag zu einer Netto-Drift. Ein Sensor mit 98 Prozent Genauigkeit kann am Abend eine Restbelegung von mehreren Personen anzeigen, obwohl das Gebäude leer ist. Legen Sie deshalb zwei Automationen an, die nie jemand sieht, die aber alles andere tragen: einen täglichen Reset der Zählerstände zu einer garantiert leeren Zeit, etwa 03:00 Uhr, und eine Plausibilitätsregel, die negative Werte auf null klemmt. Ohne beides greift Ihre Nachtabsenkung irgendwann nicht mehr, und niemand weiß warum.

    Die Qualität des Zählwerts bestimmt die Qualität jedes Rezepts. Professionelle Zählsysteme wie die von Vemco, seit 2005 im Markt, arbeiten mit KI-basierten Sensoren, die Mitarbeitende aus der Zählung ausschließen können. Für Automationen heißt das: Das Facility-Team, das dreimal täglich durch die Zone geht, verschiebt nicht Ihre Lüftungsstufen. Vertraglich garantiert sind mindestens 96 Prozent Genauigkeit; unter guten Bedingungen mit ausreichender Beleuchtung und geeigneter Sensorplatzierung liegen die Systeme in der Praxis bei 98 bis 99 Prozent. Wer Ihnen pauschal 99 Prozent zusagt, ohne Ihre Türen gesehen zu haben, hat kein Audit gemacht.

    Testen Sie jedes Rezept physisch: mit zwei, fünf und fünfzehn Personen, mit Gruppen, die im Türbereich stehen bleiben, mit Rollkoffern und Gegenlicht. Simulierte Zustände im Entwicklerwerkzeug zeigen, ob die Logik stimmt, nicht, ob der Sensor das Richtige sieht. Und speichern Sie die Zählwerte in den Long-Term-Statistics oder in InfluxDB. Nach drei Monaten sehen Sie, welche Zonen chronisch unterbelegt sind. Für die Flächenstrategie über Standorte hinweg ist ein Werkzeug wie VemSpace der passendere Ort; Home Assistant bleibt die operative Schicht.

    Häufig gestellte Fragen

    Reicht ein PIR-Bewegungsmelder für Belegungsautomationen in Home Assistant?
    Für Flure und Lagerräume ja. In Besprechungsräumen und Büros meldet ein PIR-Sensor Bewegung, keine Anwesenheit, und schaltet bei ruhig sitzenden Personen ab. Kombinieren Sie ihn über ein Template mit einem mmWave-Präsenzmelder oder einem Zählwert und arbeiten Sie mit Abschaltverzögerungen.

    Wie verhindere ich, dass die Lüftung ständig zwischen Stufen springt?
    Durch Hysterese: unterschiedliche Mindestdauern für Hoch- und Rückschaltung und Schwellenwerte, die nicht direkt aneinander grenzen. Ergänzen Sie eine Mindestlaufzeit pro Stufe, die zu den Vorgaben Ihrer Anlage passt.

    Warum zeigt meine Zone abends noch Personen an, obwohl sie leer ist?
    Das ist Zähldrift aus nicht exakt symmetrisch erfassten Ein- und Austritten. Planen Sie einen nächtlichen Reset und eine Regel, die negative Werte auf null setzt. Professionelle Plattformen korrigieren das serverseitig; bei Rohdaten in Home Assistant ist es Ihre Aufgabe.

    Wenn Ihre Automationen mehr brauchen als ein Bewegungssignal – auditierbare Zählwerte, Mitarbeiterausschluss und eine Kopplung an HLK, GLT und Sicherheitstechnik über VemFusion –, sprechen Sie mit uns über Ihre Zonen, Sensorpositionen und Regelziele. Das Vemco-Team sagt Ihnen offen, welche Genauigkeit unter Ihren Bedingungen erreichbar ist. Nehmen Sie Kontakt auf unter vemcogroup.com/contact-us.

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