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    Kundenfrequenz im Einzelhandel in Großbritannien sank im September 2026 um 2,9 %: Was die BRC-Zahlen für Geschäfte und Einkaufszentren bedeuten

    Kundenfrequenz im Einzelhandel in Großbritannien sank im September 2026 um 2,9 %: Was die BRC-Zahlen für Geschäfte und Einkaufszentren bedeuten

    Am Morgen des 9. Oktober landet die BRC-Pressemitteilung im Posteingang, und kurz darauf fragt die Geschäftsführung: „Minus 2,9 Prozent – sind wir besser oder schlechter?“ Wer dann nur den Gesamtumsatz vorlegen kann, hat keine Antwort. Wer die eigene Kundenfrequenz im Einzelhandel pro Standort und pro Standorttyp im Jahresvergleich vorliegen hat, schon. Genau darum geht es in den September-Zahlen des British Retail Consortium: Sie sind ein Marktmaßstab, kein Urteil über Ihr Filialnetz.

    Die Footfall-Zahlen für September 2026 im Überblick

    Laut den BRC-Sensormatic-Daten, veröffentlicht in der Pressemitteilung des British Retail Consortium vom 9. Oktober 2026, ging die Besucherfrequenz im britischen Einzelhandel im September 2026 im Vergleich zum Vorjahr um 2,9 Prozent zurück. Im August hatte das Minus noch 1,7 Prozent betragen. Nach Standorttyp sieht das Bild so aus:

    • Innenstädte (High Streets): minus 3,0 Prozent, nach minus 3,1 Prozent im August
    • Einkaufszentren: minus 3,5 Prozent, nach minus 0,5 Prozent im August
    • Retail Parks: minus 1,7 Prozent

    Regional verlief der September sehr unterschiedlich: Schottland verzeichnete ein Minus von 0,7 Prozent, Wales von 3,0 Prozent und England von 3,4 Prozent. Nordirland legte dagegen um 2,1 Prozent zu.

    Der eigentliche Bruch liegt bei den Einkaufszentren

    Wer die Zahlen nur als Gesamtwert liest, übersieht das Wesentliche. Die Besucherfrequenz Innenstadt hat sich zwischen August und September praktisch nicht verändert – minus 3,1 wurde zu minus 3,0 Prozent. Das ist ein stabiler, wenn auch unerfreulicher Trend. Die Besucherfrequenz Einkaufszentrum dagegen ist von einem nahezu stabilen August auf minus 3,5 Prozent abgerutscht. Das ist kein Trend, das ist ein Knick innerhalb von vier Wochen.

    Für Centermanager bedeutet das: Der September ist der Monat, den Sie gegenüber Mietern und Eigentümern erklären müssen. Für Filialleiter, deren Standorte in Centern liegen, bedeutet es: Der Rückgang an der Mall-Tür ist nicht automatisch der Rückgang an Ihrer Ladentür. Beide Zahlen können deutlich auseinanderlaufen – und nur eigene Zählungen pro Eingang zeigen, in welche Richtung.

    Was BRC und Sensormatic zur Ursache sagen

    Helen Dickinson, Chief Executive des BRC, beschreibt den September als deutlichen Einbruch gegenüber dem Vorjahr, wobei Innenstädte und Einkaufszentren am stärksten betroffen waren. Andy Sumpter von Sensormatic weist darauf hin, dass die Frequenz über alle wichtigen Standorttypen hinweg gesunken ist und das Wetter dafür nicht verantwortlich war. Er nennt stattdessen die Inflation, den Druck auf die Haushaltsbudgets, Kraftstoffkosten und die Unsicherheit vor dem Herbsthaushalt der Regierung.

    Dieser Hinweis ist für die Planung wichtiger, als er klingt: Der Rückgang im September lässt sich nicht mit dem Wetter erklären, und das wichtige Schlussquartal, das Golden Quarter, steht unmittelbar bevor.

    Eigene Kundenfrequenz im Einzelhandel gegen den Index halten

    Der BRC Footfall Monitor sagt Ihnen, was der Markt gemacht hat. Ihre eigene Personenzählung sagt Ihnen, was Ihre Standorte gemacht haben. Erst die Differenz zwischen beiden ist eine Managemententscheidung wert. Drei Fragen, die sich aus den September-Zahlen direkt ableiten lassen:

    • Pro Standorttyp: Liegen Ihre Innenstadtfilialen über oder unter minus 3,0 Prozent, Ihre Centerstandorte über oder unter minus 3,5 Prozent, Ihre Retail-Park-Flächen über oder unter minus 1,7 Prozent? Ein Netz, das in Centern besser läuft als der Index, hat ein anderes Problem als eines, das dort schlechter abschneidet.
    • Pro Landesteil: Wer Standorte in Schottland und England betreibt, sollte beide Gruppen getrennt bewerten. Eine schottische Filiale ist an minus 0,7 Prozent zu messen, eine englische an minus 3,4 Prozent.
    • Pro Monat: Hat sich Ihr Verlauf von August auf September ebenfalls verschlechtert, oder war der Rückgang bei Ihnen schon im August da? Das entscheidet, ob Sie ein neues oder ein altes Thema vor sich haben.

    Ein praktischer Punkt bei solchen Vergleichen: Der Jahresvergleich pro Eingang funktioniert nur, wenn die Zählpunkte im Vorjahr und im Berichtsjahr identisch sind. Wurde ein Nebeneingang wegen Umbau geschlossen, ein Sensor versetzt oder eine Fläche neu geschnitten, verzerrt das den Vergleich. Bevor Sie eine Filiale als „schlechter als der Markt“ einstufen, prüfen Sie die Zählpunkthistorie. Das erspart falsche Konsequenzen.

    Wenn der Footfall sinkt, zählt die Conversion Rate

    Sinkende Frequenz ist nicht gleich sinkender Umsatz. Wer bei weniger Besuchern denselben Umsatz hält, hat entweder einen höheren Umsatz pro Besucher oder eine bessere Conversion Rate – oder beides. Umgekehrt kann eine Filiale mit stabilem Footfall ein ernsthaftes Problem haben, wenn der Umsatz pro Besucher fällt. Gerade vor dem vierten Quartal sollten diese beiden Kennzahlen neben der Kundenfrequenz im Einzelhandel in jedem Wochenbericht stehen. Personalplanung, Promotionen und Öffnungszeiten lassen sich im Oktober noch anpassen; im Dezember nicht mehr.

    Vemcount von Vemco Group zählt Besucher pro Eingang und pro Filiale und stellt die Frequenz in einem Dashboard direkt neben die Verkaufsdaten. Daraus ergeben sich Conversion Rate und Umsatz pro Besucher ohne manuelles Zusammenführen von Tabellen. Die Zählgenauigkeit liegt vertraglich bei mindestens 96 Prozent und erreicht typischerweise 98 bis 99 Prozent, sofern Beleuchtung, Ladenlayout und Besucherverhalten dies zulassen. Mehr dazu unter Personenzählung von Vemco Group. Vemco Group hat mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Personenzählung und zählt in über 800 Einkaufszentren.

    Häufig gestellte Fragen

    Wie stark ist die Kundenfrequenz im britischen Einzelhandel im September 2026 gesunken?
    Nach den BRC-Sensormatic-Daten sank die Gesamtfrequenz im September 2026 um 2,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im August hatte der Rückgang 1,7 Prozent betragen, die Abwärtsbewegung hat sich also beschleunigt.

    Welche Standorttypen haben im September 2026 am meisten Footfall verloren?
    Einkaufszentren verzeichneten mit minus 3,5 Prozent den stärksten Rückgang, gefolgt von Innenstädten mit minus 3,0 Prozent. Retail Parks hielten sich mit minus 1,7 Prozent vergleichsweise besser. Unter den Landesteilen lag England mit minus 3,4 Prozent am schwächsten, während Nordirland um 2,1 Prozent zulegte.

    Wie kann ein Händler seine eigene Frequenz mit den nationalen Zahlen vergleichen?
    Indem er den eigenen Jahresvergleich pro Filiale nach demselben Standorttyp und derselben Region gruppiert wie der Index und die Abweichung ausweist. Voraussetzung sind identische Zählpunkte in beiden Jahren. Die Frequenz sollte dabei immer zusammen mit Conversion Rate und Umsatz pro Besucher betrachtet werden, sonst bleibt der Vergleich ohne betriebswirtschaftliche Aussage.

    Wenn Sie Ihre September-Zahlen pro Filiale, pro Eingang und pro Standorttyp gegen den BRC-Index stellen möchten, bevor das vierte Quartal beginnt, sprechen Sie mit dem Team von Vemco Group – wir zeigen Ihnen, wie Vemcount Footfall, Conversion Rate und Umsatz pro Besucher für Ihr Netz in einer Ansicht zusammenführt.

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