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    Ihr ERP hat ein Mieterportal. Ihre Mieter sehen ihren Store trotzdem nicht.

    Ihr ERP hat ein Mieterportal. Ihre Mieter sehen ihren Store trotzdem nicht.

    Das Portal zeigt die Rechnung, nicht das Geschäft

    Ein Mieter loggt sich in Ihr ERP-Portal ein und sieht: offene Posten, Nebenkostenabrechnung, die Frist für die nächste Umsatzmeldung. Was er nicht sieht: dass seine Passantenfrequenz am Samstag um zwölf Prozent unter dem Center-Schnitt lag, obwohl das Center selbst einen starken Tag hatte. Genau diese Lücke ist der Grund, warum so viele Mieterportale zwar genutzt, aber nicht geschätzt werden. Sie sind Verwaltungswerkzeuge, keine Steuerungswerkzeuge – und Ihre Mieter merken den Unterschied jeden Monat, wenn sie ihre Umsätze melden und dafür nichts zurückbekommen.

    Für Leasing- und Betriebsverantwortliche ist das mehr als ein Komfortproblem. Ein Mieter, der sein eigenes Geschäft im Center-Kontext nicht bewerten kann, führt Vertragsverhandlungen aus dem Bauch heraus. Er argumentiert mit gefühlter Frequenz, Sie argumentieren mit Center-Zahlen, und beide Seiten misstrauen den Daten der jeweils anderen. Das kostet Zeit in jeder Verlängerungsverhandlung und Glaubwürdigkeit bei jeder Indexanpassung.

    Warum das ERP diese Lücke nicht selbst schließt

    ERP-Systeme sind auf Verträge, Flächen und Zahlungsströme gebaut. Das ist ihre Stärke, und daran sollte niemand rütteln. Frequenzdaten passen aber strukturell nicht hinein: Sie entstehen sekündlich an Sensoren, nicht monatlich in Buchungsläufen. Wer versucht, Footfall als weiteres ERP-Feld nachzurüsten, bekommt bestenfalls einen monatlichen Durchschnittswert – zu grob für operative Entscheidungen, zu spät für Aktionsauswertungen.

    Die Antwort ist keine Ablösung, sondern eine saubere Arbeitsteilung. Bei Vemco Group – seit der Gründung 2005 in Dänemark auf Personenzählung und Retail Analytics spezialisiert – läuft das über eine bidirektionale ERP-Integration: Die Mieterstammdaten fließen aus dem ERP in die Analytics-Plattform, die gemeldeten Umsätze fließen täglich zurück ins ERP. Das ERP bleibt führendes System für Verträge und Abrechnung. Die Analytics-Ebene übernimmt das, was das ERP nie leisten sollte: Frequenz, Capture Rate, Benchmarking.

    Die Kennzahl, die Ihr ERP nicht kennt: Capture Rate

    Umsatz pro Quadratmeter kennt jedes Portal. Aber Umsatz erklärt nicht, warum ein Store schwächelt. Erst die Kombination aus Center-Frequenz, Store-Frequenz und Umsatz zeigt, wo das Problem liegt. Läuft viel Frequenz am Store vorbei, aber wenig hinein? Dann ist es ein Schaufenster- oder Sortimentsproblem des Mieters. Kommt kaum Frequenz überhaupt in den Mall-Abschnitt? Dann ist es Ihr Problem – Ankermieter-Mix, Wegeführung, Eventplatzierung.

    In der Vemco-Architektur liefert VemCount die Frequenz- und Capture-Rate-Daten, während VemTenant die Umsatzerfassung, das Benchmarking und das Ranking der Mieter übernimmt. Der Mieter sieht damit erstmals beides nebeneinander: seine eigene Leistung und seine Position im Center – anonymisiert gegen vergleichbare Flächen, nicht gegen namentlich genannte Nachbarn. Diese Anonymisierung ist übrigens der Punkt, an dem viele Eigenprojekte scheitern: Mieter melden nur dann ehrlich und pünktlich Umsätze, wenn sie sicher sind, dass der Wettbewerber nebenan ihre Zahlen nicht sieht.

    Zur Datenqualität gehört Ehrlichkeit: Vemco garantiert vertraglich mindestens 96 Prozent Zählgenauigkeit. Wo Lichtverhältnisse, Store-Layout und Besucherverhalten es zulassen, liegen die Werte typischerweise bei 98 bis 99 Prozent. Wer Ihnen pauschal 99 Prozent für jede Fläche verspricht, hat noch nie einen Sensor über einem verspiegelten Eingang mit Gegenlicht montiert.

    Eine Beobachtung aus der Umsetzung, die Ihnen niemand vorher sagt

    Das größte Risiko bei der Anbindung von Frequenzdaten an ein Mieterportal ist nicht die Technik. Es ist die Qualität Ihrer Mieterstammdaten im ERP. In fast jedem Center gibt es Flächen, die nach einem Umbau neue Einheitennummern bekommen haben, während der Mietvertrag noch unter der alten läuft. Es gibt Pop-up-Flächen ohne saubere Vertragsanlage und Untermietverhältnisse, die im ERP als eine Einheit geführt werden. Wenn das Sensor-Mapping auf diesen Stammdaten aufsetzt, landet die Frequenz von Store A im Dashboard von Store B – und Sie verlieren das Vertrauen der Mieter am ersten Tag. Planen Sie deshalb vor dem Go-live eine Stammdaten-Bereinigung ein und lassen Sie jede Sensor-Zuordnung von jemandem prüfen, der das Center physisch kennt, nicht nur den Flächenplan.

    Hilfreich ist hier ein sensor-agnostischer Ansatz: Bestehende Zählsysteme unterschiedlicher Hersteller lassen sich in eine Plattform integrieren, statt dass Sie flächendeckend neue Hardware kaufen müssen. Gerade in gewachsenen Centern mit drei Sensorgenerationen aus zwei Betreiberwechseln ist das der Unterschied zwischen einem sechsstelligen und einem überschaubaren Projekt.

    Was sich im Leasing-Gespräch konkret ändert

    Sobald Mieter und Center-Management auf dieselben Zahlen schauen, verschiebt sich die Verhandlungsdynamik an drei Stellen:

    • Umsatzmieten werden verhandelbar statt strittig. Wenn die tägliche Umsatzmeldung automatisch ins ERP zurückfließt, entfällt die manuelle Nachverfolgung – und die Diskussion, ob eine Meldung „vergessen" wurde.
    • Schwache Mieter identifizieren Sie Monate früher. Ein Ranking über Capture Rate und Umsatzentwicklung zeigt, wer trotz guter Lage-Frequenz unterperformt, bevor die Mietrückstände auflaufen.
    • Verlängerungsgespräche starten mit Fakten. Ein Mieter, der seine Frequenzentwicklung über 24 Monate kennt, kann eine Mieterhöhung nachvollziehen – oder Sie erkennen berechtigt, dass die Fläche das Problem ist.

    Ein Aspekt, der Betriebsverantwortliche oft überrascht: die Latenz. Von der Lichtschranke bis zum Dashboard vergehen rund zwei Sekunden. Das klingt nach einer technischen Fußnote, verändert aber die Nutzung. Ein Center-Manager, der um 14 Uhr sieht, dass die Frequenz im Untergeschoss einbricht, kann noch am selben Nachmittag reagieren – Beschilderung, Rolltreppen-Störung, Eventumbau. Ein Monatsreport kann das nicht.

    Datenhoheit und Betrieb: die Fragen für Ihre IT

    Wer Mieterumsätze und Frequenzdaten zusammenführt, bekommt zu Recht Fragen vom Datenschutzbeauftragten. Relevant ist erstens der Hosting-Standort: Die Vemco-Plattform läuft auf AWS in Frankfurt, also innerhalb der EU – für DSGVO-Prüfungen und viele institutionelle Eigentümer eine Grundvoraussetzung, keine Kür. Zweitens die Skalierung: Eine Plattform, die täglich über 85 Millionen Zählungen für mehr als 2.000 Kunden in über 95 Ländern verarbeitet, hat die Lastspitzen eines verkaufsoffenen Sonntags längst hinter sich. Drittens die Zugriffslogik: Jeder Mieter sieht ausschließlich die eigene Fläche plus anonymisierte Benchmarks. Diese Trennung muss auf Plattformebene erzwungen sein, nicht über eine Portalkonfiguration, die ein Admin versehentlich ändern kann.

    Für die Budgetplanung heißt das: Rechnen Sie das Projekt nicht als Portal-Erweiterung, sondern als Datenprojekt. Der Portalzugang ist der sichtbare Teil. Der Wert entsteht in der Integrationsschicht dazwischen – dort, wo Stammdaten, Sensordaten und Umsatzmeldungen täglich abgeglichen werden, ohne dass jemand Excel-Dateien hin- und herschickt.

    Der nächste Schritt für Ihr Center

    Wenn Ihre Mieter heute Umsätze melden, ohne dafür Frequenz- und Benchmark-Daten zurückzubekommen, verschenken Sie das stärkste Bindungsinstrument, das ein Center-Betreiber hat. Sprechen Sie mit uns darüber, wie VemTenant und VemCount an Ihr bestehendes ERP angebunden werden – inklusive einer ehrlichen Einschätzung, welche Ihrer vorhandenen Sensoren weiterverwendet werden können und wo Ihre Stammdaten vor dem Start bereinigt werden sollten: Kontaktieren Sie das Vemco-Team für ein Integrations-Assessment Ihres Centers.

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