Wer in Xovis-Sensoren investiert, hat die Hardware-Frage bereits richtig beantwortet – und steht dann vor der eigentlich entscheidenden: Was passiert mit den Daten? In vielen Projekten sehen wir hochwertige Sensorik, deren Zähldaten in einer CSV-Ablage oder einem selten geöffneten Web-Interface enden. Die Messung stimmt, aber niemand im Unternehmen trifft damit Entscheidungen. Genau an dieser Lücke setzt die Xovis Integration in die Vemco-Plattform an: Präzise Zähldaten fließen direkt in eine Analytik-Ebene, die daraus Dashboards, Berichte und Alarme macht – und die Zahlen mit dem verknüpft, was Retailer, Flughäfen und Gebäudebetreiber wirklich steuern wollen.
Warum die Kombination aus Xovis und Vemco kein Zufall ist
Xovis ist ein Schweizer Hersteller von Personenzählsensoren, der sich bewusst auf anspruchsvolle Einsatzorte spezialisiert hat – von der einfachen Filialzählung bis zu hochkomplexen Szenarien wie Sicherheitskontrollen am Flughafen oder mehrstöckigen Einkaufszentren mit breiten Eingängen. Vemco Group ist offizieller Xovis Gold Partner, und diese Partnerschaft ist auf Rollenverteilung ausgelegt: Xovis liefert die Messgenauigkeit an der Decke, Vemco die Auswertung dahinter. Die Sensordaten – Footfall und Occupancy – fließen direkt in die Vemco-Plattform, ohne Umwege über Middleware, die jemand pflegen und bezahlen muss.
Anne Wyder, VP Channel Sales bei Xovis, hat es öffentlich so formuliert: Um die Herausforderungen der Endkunden zu lösen, braucht es eine enge Zusammenarbeit mit Partnern, die eine große Bandbreite an Anwendungsfällen realisieren können – und Vemco Group habe immer wieder bewiesen, dass es die technische und die Marktexpertise besitzt, um das Maximum aus den Daten der Xovis-Sensoren herauszuholen. Das ist mehr als eine Höflichkeitsfloskel zwischen Partnern; es beschreibt die Arbeitsteilung, die Einkäufer bei der Systemauswahl prüfen sollten: Wer verantwortet die Messung, wer die Interpretation, und wie eng greifen beide ineinander?
Genauigkeit, ehrlich beziffert
Wenn Sie Angebote vergleichen, werden Ihnen häufig pauschale Genauigkeitsversprechen begegnen – 99 Prozent, ohne Bedingungen, ohne Vertragstext. Vemco arbeitet anders: vertraglich zugesichert sind mindestens 96 Prozent Zählgenauigkeit; in der Praxis liegen die Werte typischerweise bei 98 bis 99 Prozent, wenn die Bedingungen es zulassen – also Beleuchtung, Ladenlayout und Besucherverhalten mitspielen. Dieser Unterschied klingt akademisch, ist aber für Budgetverantwortliche zentral: Eine vertraglich fixierte Untergrenze ist einklagbar, eine Marketingzahl nicht. Und wer Personalplanung, Mietverhandlungen oder Reinigungszyklen auf Zähldaten stützt, sollte wissen, worauf er sich verlassen kann.
Vom Zählwert zur Entscheidung: Was in der Plattform passiert
Die Richtung des Datenflusses ist eindeutig: Sensordaten hinein in Vemco, Erkenntnisse heraus. In der Plattform werden Xovis-Zähldaten zu Dashboards, wiederkehrenden Berichten und Alarmen – etwa wenn ein Auslastungsgrenzwert in einem Gebäudebereich überschritten wird. Der eigentliche Mehrwert entsteht jedoch durch Kombination: Zähldaten lassen sich mit POS-Umsätzen, IoT-Quellen und weiteren Datenströmen zusammenführen. Erst dadurch werden aus Besucherzahlen Conversion Rates, aus Occupancy-Werten Flächenrentabilität, aus Ganglinien Personaleinsatzpläne.
- Retail: Conversion Rate pro Filiale und Stunde, Abgleich von Frequenz und Kassendaten, Bewertung von Kampagnen anhand tatsächlicher Besucherströme statt reiner Umsatzkurven.
- Shopping-Center: Frequenzdaten als objektive Grundlage für Mietgespräche und Vermarktung von Flächen – Zonen mit nachweisbarer Frequenz rechtfertigen andere Konditionen.
- Flughäfen: Auslastung von Prozesspunkten in Echtzeit, damit Ressourcen dort eingesetzt werden, wo Warteschlangen entstehen, bevor sie kritisch werden.
- Smart Buildings: Occupancy-Daten für Reinigung nach Nutzung statt nach Kalender, Flächenoptimierung und belastbare Auslastungsberichte für das Facility Management.
Hella-Aglaia-Zähler? Jetzt Xovis – und weiterhin unterstützt
Ein Punkt, der in Bestandsprojekten oft für Unsicherheit sorgt: Xovis hat das People-Counting-Geschäft von Hella Aglaia übernommen. Hella-Zähler laufen damit heute unter dem Dach von Xovis – einschließlich der automatischen Fahrgastzählung (APC) im öffentlichen Verkehr. Für Betreiber mit installierten Hella-Sensoren heißt das konkret: kein erzwungener Hardware-Tausch. Vemco unterstützt auch diese Geräte, sodass bestehende Installationen in dieselbe Analytik-Ebene eingebunden werden können wie neue Xovis-Deployments. Für Systemintegratoren, die gemischte Bestände bei Kunden vorfinden, ist das ein handfestes Argument in der Migrationsplanung.
Was Implementierer wissen – und Broschüren verschweigen
Eine Beobachtung aus der Projektpraxis: Die häufigste Ursache für abweichende Zählergebnisse ist nicht der Sensor, sondern die Zone-Konfiguration und der Umgang mit Personal. Wenn Mitarbeitende denselben Eingang mehrfach pro Stunde passieren – Warenanlieferung, Raucherpause, Kassenwechsel – verzerrt das ohne sauber definierte Ausschlusszonen oder Staff-Exclusion die Conversion Rate erheblich. Bei breiten Eingängen kommt das Stitching mehrerer Sensoren hinzu: Überlappen die Sichtfelder nicht korrekt, entstehen Doppelzählungen genau in der Mitte, wo die meisten Besucher laufen. Wer diese Details bei der Inbetriebnahme validiert – idealerweise mit einer manuellen Referenzzählung über mehrere Tageszeiten hinweg – erspart sich Monate später die Diskussion, warum die Filiale mit dem besten Umsatz die schlechteste Conversion ausweist. Die Kombination aus Xovis-Sensorik und einem Partner, der solche Fälle hundertfach gelöst hat, verkürzt diese Lernkurve deutlich.
Sensor-agnostisch heißt: Ihre Investition bleibt geschützt
Vemco Group wurde 2005 in Dänemark gegründet und betreibt eine sensor-agnostische, offene Datenplattform – heute mit mehr als 85 Millionen Zählungen pro Tag, über 2.000 Kunden in mehr als 95 Ländern. Sensor-agnostisch bedeutet in der Praxis zweierlei. Erstens: Wer bereits Xovis-Hardware einsetzt, muss nichts austauschen, um zu einer besseren Analytik zu kommen – die Plattform legt sich als Auswertungsebene auf die bestehende Investition. Zweitens: Wer perspektivisch weitere Standorte mit anderer Sensorik betreibt oder übernimmt, führt alle Datenquellen in einer Oberfläche zusammen, statt pro Hersteller ein eigenes Reporting zu pflegen. Für Multi-Site-Betreiber ist das oft der Punkt, an dem sich die Software-Entscheidung wirtschaftlich rechnet – nicht bei der einzelnen Filiale, sondern beim Vergleich über das gesamte Portfolio.
Die strategische Logik dahinter ist simpel: Premium-Sensoren verdienen Software, die das Maximum aus den Daten herausholt. Ein Xovis-Sensor, dessen Zählwerte niemand mit Umsatz, Personaleinsatz oder Flächennutzung in Beziehung setzt, liefert Genauigkeit ohne Wirkung. Die Xovis Integration in Vemco schließt genau diese Lücke – ohne Eigenentwicklung, ohne Schnittstellenprojekt, mit vertraglich abgesicherter Datenqualität als Fundament.
Der nächste Schritt für Ihr Projekt
Nutzen Sie bereits Xovis-Sensoren oder planen Sie ein Deployment? Verbinden Sie Ihre Sensorik mit Vemco und machen Sie aus präzisen Zählwerten belastbare Conversion-, Auslastungs- und Betriebskennzahlen – für Filialen, Center, Terminals oder ganze Gebäudeportfolios. Sprechen Sie mit uns über Ihre konkrete Standortsituation, bestehende Hella-Aglaia-Installationen inklusive: vemcogroup.com/contact-us.