Die meisten Dienstpläne im Einzelhandel werden gegen die falsche Kurve geplant. Sie orientieren sich an Umsatzzahlen der Vorwoche, an Erfahrungswerten der Filialleitung oder schlicht an den Plänen des Vorjahres. Das Problem: Der Umsatz zeigt nur, wann gekauft wurde – nicht, wann Kundinnen und Kunden tatsächlich im Laden standen und keine Beratung fanden. Genau diese Lücke schließt die SameSystem Footfall Integration von Vemco: Sie bringt gemessene Besucherfrequenz direkt in das Werkzeug, in dem Ihre Teams ohnehin ihre Schichten planen.
Personalkosten sind der größte steuerbare Kostenblock im Einzelhandel. Miete steht im Vertrag, Wareneinsatz folgt dem Sortiment – aber die Frage, wer wann auf der Fläche steht, entscheiden Sie jede Woche neu. Und die Besucherfrequenz ist der beste verfügbare Indikator dafür, wann Personal wirklich gebraucht wird. Wer nur auf Umsatz plant, sieht die verpassten Chancen nicht: die Samstagvormittage, an denen die Frequenz um elf Uhr sprunghaft steigt, das Team aber erst um zwölf vollständig ist. Oder die Dienstagnachmittage, an denen drei Mitarbeitende auf der Fläche stehen, obwohl kaum jemand den Laden betritt.
Beides – überbesetzte Leerlaufstunden und unterbesetzte Spitzenzeiten – wird erst sichtbar, wenn die Frequenzkurve neben dem Dienstplan liegt. Genau das passiert in der ersten Integrationsrichtung: Frequenzdaten fließen aus der Vemco-Plattform in SameSystem, sodass Filialpläne gegen tatsächliche Besuchermuster geplant werden können statt gegen Bauchgefühl.
Was die Anbindung von einer einfachen Datenexport-Lösung unterscheidet, ist ihre Bidirektionalität. Sie funktioniert in beide Richtungen, und beide Richtungen lösen ein eigenes Problem:
Für die Praxis bedeutet das vor allem eines: Niemand exportiert mehr CSV-Dateien, niemand pflegt Excel-Vorlagen, in denen Frequenz und Umsatz manuell zusammengeführt werden. Die Daten wandern automatisch zwischen Workforce Management und Analytics – in beide Richtungen, ohne händisches Zutun.
Ein schwacher Umsatztag wirft in jedem Regionsmeeting dieselbe Frage auf: Kamen keine Kunden – oder kamen Kunden und wurden nicht bedient? Ohne Frequenzdaten lässt sich das nicht beantworten, und die Diskussion endet regelmäßig in Vermutungen. Mit der kombinierten Sicht aus Frequenz und Umsatz wird die Diagnose eindeutig:
Diese Unterscheidung verändert Budgetgespräche. Statt pauschal über Personalstunden zu verhandeln, argumentieren Operations-Teams mit konkreten Stunden, in denen nachweislich Besucher ohne ausreichende Betreuung im Laden standen. Das ist eine andere Verhandlungsposition als „gefühlt war Samstag viel los“.
Eine Beobachtung aus vielen Rollouts: Die kritischste Phase ist nicht die technische Anbindung, sondern die ersten vier bis sechs Wochen danach. Erfahrene Filialleitungen vergleichen die gemessene Frequenzkurve zunächst mit ihrem eigenen Bild vom Laden – und fast immer gibt es mindestens eine Überraschung. Häufig ist es die Stunde direkt nach Ladenöffnung, die traditionell voll besetzt wird, in der die Frequenz aber messbar niedrig ist, während der eigentliche Peak eine bis zwei Stunden später liegt. Wer diesen Moment moderiert – die Daten erklärt, die Abweichung gemeinsam durchgeht, eine Testwoche mit angepasstem Plan vereinbart – gewinnt die Akzeptanz des Teams. Wer die neue Kurve einfach per Anweisung durchsetzt, produziert Widerstand. Der Dienstplan ist für Mitarbeitende ein sehr persönliches Dokument; Änderungen brauchen nachvollziehbare Begründungen, und genau die liefern die Frequenzdaten.
Ein zweiter Praxispunkt: Planen Sie nicht auf einzelne Tage, sondern auf stabile Muster. Eine einzelne verregnete Woche ist kein Planungssignal. Belastbar wird die Kurve, wenn mehrere Wochen desselben Wochentags übereinandergelegt werden – dann trennen sich wiederkehrende Muster von Ausreißern.
Frequenzbasierte Personalplanung steht und fällt mit der Zählgenauigkeit. Ein Dienstplan, der auf fehlerhaften Zahlen aufsetzt, ist schlimmer als gar keine Datenbasis, weil er falsche Sicherheit vermittelt. Vemco Group, 2005 in Dänemark gegründet, garantiert vertraglich eine Mindestgenauigkeit von 96 Prozent; unter geeigneten Bedingungen – Beleuchtung, Ladenlayout, Besucherverhalten – liegen die Werte typischerweise bei 98 bis 99 Prozent. Diese Ehrlichkeit ist bewusst: Wer eine pauschale Genauigkeit verspricht, ignoriert, dass reale Ladenumgebungen variieren. Die Plattform verarbeitet über 85 Millionen Zählungen pro Tag für mehr als 2.000 Kunden in über 95 Ländern – die Skalierung ist also erprobt, nicht theoretisch.
Ein weiterer Punkt für Ketten mit gewachsener Infrastruktur: Vemco ist sensor-agnostisch. Die SameSystem-Umsatzdaten lassen sich in der Vemco-Plattform mit Frequenzdaten beliebiger Sensormarken kombinieren, ebenso mit IoT-Quellen und anderen Datenströmen. Wer in verschiedenen Filialen unterschiedliche Zählsysteme installiert hat – etwa nach Übernahmen oder mehreren Ausschreibungsrunden – muss nicht erst die Hardware vereinheitlichen, bevor die Analytik funktioniert.
Wenn Ihr Unternehmen bereits mit SameSystem plant, ist der Weg kurz. Ein pragmatischer Ablauf, der sich in der Praxis bewährt hat:
Der eigentliche Gewinn liegt nicht in einer einmaligen Planoptimierung, sondern im Regelkreis: Frequenz steuert die Planung, Umsatz und Conversion messen die Wirkung, und beides fließt automatisch zwischen den Systemen. Aus einer jährlichen Budgetübung wird eine wöchentliche Steuerungsroutine – mit Zahlen, die HR, Operations und Controlling gemeinsam lesen können.
Sie planen Ihre Personaleinsätze in SameSystem? Verbinden Sie SameSystem mit Vemco und erstellen Sie Ihre Dienstpläne gegen echte Besucherströme statt gegen Vorjahresannahmen. Sprechen Sie mit uns über die Anbindung Ihrer Filialen: vemcogroup.com/contact-us.