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Automotive Showroom Analytics — Hat Ihre Launch-Kampagne tatsächlich jemanden zum Auto gebracht? | Vemco Group

Geschrieben von Admin | 27.08.2026, 09:57:14

Laut McKinsey besuchen Autokäufer heute im Schnitt nur noch 1,6 Autohäuser vor dem Kauf – vor einem Jahrzehnt waren es noch etwa fünf. Das verändert die Rechnung fundamental: Wer heute physisch vor einem Fahrzeug steht, ist kein Schaufensterbummler mehr, sondern mit hoher Wahrscheinlichkeit kurz vor der Entscheidung. Und trotzdem endet die Messkette der meisten Launch-Kampagnen exakt dort, wo sie am wertvollsten wird – an der Tür des Showrooms.

Impressions, Klicks, Video-Completion-Rates, Konfigurator-Sessions: Alles sauber dokumentiert. Aber ob die Kampagne für das neue Modell tatsächlich Menschen an genau dieses Fahrzeug gebracht hat, wie lange sie dort standen und ob sie sich hineingesetzt haben – das steht in keinem Reporting. Genau diese Lücke schließt Automotive Showroom Analytics, und zwar mit derselben Granularität, die Sie aus digitalen Kanälen gewohnt sind.

Das Fahrzeug als messbarer Touchpoint – nicht nur der Showroom

Die klassische Besucherzählung am Eingang beantwortet nur die Frage „Kamen mehr Leute?". Für einen Modell-Launch ist das zu grob. Entscheidend ist die Ebene darunter: Ein Sensor direkt über dem einzelnen Fahrzeug misst, wie viele Personen genau dieses Modell angesteuert haben und wie lange sie dort verweilten – egal ob das Auto im Autohaus steht, in einem Pop-up im Einkaufszentrum oder auf einem Messestand.

Es geht noch tiefer. Kleine IoT-Sensoren an Türen und Heckklappe erfassen, welche Teile des Fahrzeugs geöffnet wurden. Sitzsensoren registrieren, ob Besucher vorne oder hinten Platz genommen haben – und wer sich auf die Rückbank setzt, prüft in aller Regel die Beinfreiheit im Fond. Für einen Brand-Experience-Lead ist das eine völlig neue Datenqualität: Sie sehen nicht nur, dass die Kampagne Traffic erzeugt hat, sondern welche Kaufmotive am Fahrzeug tatsächlich durchgespielt wurden. Wird bei Ihrem neuen SUV überproportional oft die Heckklappe geöffnet und hinten gesessen? Dann zieht die Kampagne Familien – ob das Ihrer Zielgruppendefinition entspricht, sehen Sie schwarz auf weiß.

Warum die Rohzahl „Annäherungen" allein trügt

Eine Beobachtung aus der Praxis, die jeder Implementierer kennt und die in kaum einem Vendor-Pitch vorkommt: Die reine Zahl der Annäherungen an ein Fahrzeug ist in den ersten Wochen fast immer zu schmeichelhaft. Verkäufer laufen dutzendfach am Launch-Modell vorbei, Reinigungspersonal ebenso, und ein Fahrzeug nahe dem Eingang fängt schlicht Durchgangsverkehr ein. Wer daraus Kampagnenerfolg ableitet, misst Rauschen. Die Lösung ist eine sauber definierte Engagement-Schwelle – etwa eine Mindestverweildauer am Fahrzeug –, kombiniert mit dem Vergleich zu einer Basislinie vor Kampagnenstart. Erst dann trennen Sie echtes Interesse von Laufwegen. Dealer-Group-Marketingdirektoren, die diesen Schritt überspringen, präsentieren dem Vorstand Zahlen, die beim zweiten Launch nicht reproduzierbar sind.

Was die physische Erfahrung tatsächlich bewirkt

Dass sich diese Messgenauigkeit lohnt, belegen Zahlen aus der Käuferforschung. Eine Befragung einer Experience-Agentur unter 1.200 kürzlichen Autokäufern ergab: 84 Prozent sagten, der Besuch im Autohaus habe ihre Kaufentscheidung direkt beeinflusst. Fast 60 Prozent waren schon einmal gegangen, weil ihnen das Erscheinungsbild eines Autohauses nicht zusagte. Und 82 Prozent fühlten sich nach einem gut gestalteten Showroom-Besuch positiver gegenüber der Marke. Die physische Erfahrung ist also kein weicher Faktor – sie ist der Moment, in dem Kampagnenbudget in Kaufabsicht umgewandelt wird oder eben verpufft.

Der europäische Retail-Ausblick von CBRE bestätigt die Richtung: Marken schließen die Analytik-Lücke zwischen stationären Flächen und Online-Kanälen zunehmend mit Sensorik und Computer Vision, um Verweildauern und Laufwege zu erfassen. Der Automobilhandel hinkt hier dem übrigen Einzelhandel noch hinterher – was für frühe Anwender ein handfester Vorteil ist, wenn es um die Verteilung von Co-op-Budgets und die Argumentation gegenüber dem OEM geht.

Von der Mediaplanung zur Kennzahl „Kosten pro Fahrzeuginteraktion"

Sobald die Interaktion am Fahrzeug messbar ist, verändern sich die KPIs, mit denen Sie Budgetentscheidungen begründen können:

  • Kosten pro qualifizierter Fahrzeuginteraktion: Kampagnenausgaben geteilt durch Besucher, die die Engagement-Schwelle am Launch-Modell überschritten haben – vergleichbar über Standorte, Wochen und Kanäle hinweg.
  • Interaktionstiefe: Anteil der Besucher, die Türen öffneten, sich hineinsetzten oder die Heckklappe prüften – ein Frühindikator dafür, ob die Kampagne Kaufinteresse oder nur Neugier erzeugt.
  • Standortvergleich bei identischer Kampagne: Warum erzeugt derselbe Mediadruck in Standort A doppelt so viele Fahrzeuginteraktionen wie in Standort B? Meist liegt die Antwort in Platzierung und Personalverfügbarkeit – Dinge, die Sie ohne Daten nie zu sehen bekommen.
  • Pop-up-ROI: Ein Modell im Einkaufszentrum lässt sich mit denselben Sensoren messen wie im Showroom – und damit erstmals seriös gegen klassische Flächen rechnen.

Für OEM-Marketingmanager entsteht damit ein Argument, das im Budgetgespräch trägt: Statt „die Händler berichten von gutem Zulauf" steht dort eine belastbare Zahl, die sich mit Media-Spendings pro Region korrelieren lässt.

Was technisch dahintersteht – und was Sie zu Recht kritisch fragen sollten

Vemco Group, 2005 in Dänemark gegründet, verarbeitet heute mehr als 85 Millionen Zählungen pro Tag für über 2.000 Kunden in mehr als 95 Ländern. Die Plattform ist sensor-agnostisch und arbeitet unter anderem mit Xovis, Milesight, Elsys, Hikvision, Axis und Irisys – relevant für Händlergruppen, die an einzelnen Standorten bereits Hardware installiert haben und nicht alles austauschen wollen.

Zur Genauigkeit lohnt sich Ehrlichkeit, weil Sie im Einkauf ohnehin danach fragen sollten: Die Zählgenauigkeit liegt vertraglich bei mindestens 96 Prozent, typischerweise bei 98 bis 99 Prozent – abhängig von Lichtverhältnissen, Flächenlayout und Besucherverhalten. Anbieter, die pauschal 99 Prozent garantieren, ohne Ihre Fläche gesehen zu haben, sollten Sie hinterfragen. Die Daten laufen auf AWS in Frankfurt – für deutsche Händlergruppen mit Blick auf DSGVO und Betriebsrat kein Nebendetail – und erscheinen rund zwei Sekunden nach der Linienüberschreitung im Dashboard.

Praktisch relevant für temporäre Formate: Das System kommt als Plug-and-play-Paket mit 4G-Router. Die einzige Anforderung an den Standort ist eine Steckdose. Für einen zweiwöchigen Launch-Pop-up im Einkaufszentrum bedeutet das: keine IT-Abstimmung mit dem Centermanagement, kein Netzwerkzugang, kein Verkabelungsprojekt.

Der eigentliche Hebel: Vergleichbarkeit über den gesamten Launch

Ein einzelner Messwert ist interessant, eine Zeitreihe ist ein Steuerungsinstrument. Wenn Sie die Interaktion am Fahrzeug zwei Wochen vor Kampagnenstart, während der Flight-Phasen und danach messen, sehen Sie erstmals, welcher Kanal-Mix physisches Interesse erzeugt – und wie schnell es abklingt. Genau hier trennt sich Launch-Marketing, das aus Erfahrung geplant wird, von Launch-Marketing, das aus Evidenz geplant wird. Bei nur noch 1,6 Händlerbesuchen pro Käufer können Sie sich das Bauchgefühl an diesem Punkt schlicht nicht mehr leisten.

Wenn Sie für Ihren nächsten Modell-Launch wissen wollen, wie viele Menschen tatsächlich am Fahrzeug standen, welche Türen sie öffneten und ob die Rückbank geprüft wurde: Sprechen Sie mit uns über ein Pilot-Setup für Showroom, Pop-up oder Messestand – nehmen Sie hier Kontakt mit Vemco Group auf und wir zeigen Ihnen anhand Ihrer eigenen Flächen, wie ein messbarer Launch aussieht.