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People-Counting-Software — FAQ zur People-Counting-Software | Vemco Group

Geschrieben von Admin | 24.07.2026 01:21:36

Die häufigste Fehlannahme, die uns in Ausschreibungen begegnet: Man glaube, dass ein einzelner Sensor über dem Eingang die vollständige Wahrheit über Besucherverhalten liefert. Tut er nicht. Eine Zählung am Eingang sagt Ihnen, wie viele Menschen hereinkommen – nicht, wo sie sich aufhalten, ob sie Mitarbeitende sind oder ob dieselbe Person dreimal die Tür passiert hat. Genau an diesen Details entscheidet sich, ob People-Counting-Software eine Budgetposition oder ein Entscheidungswerkzeug ist. Die folgenden Fragen bekommen wir bei Vemco Group – seit 2005 im Markt – am regelmäßigsten gestellt.

Wie genau zählt die Software wirklich?

Das ist die erste Frage jedes ernsthaften Einkäufers, und sie verdient eine ehrliche Antwort. Wir garantieren vertraglich mindestens 96 % Genauigkeit. Unter guten Bedingungen – ausreichende Beleuchtung, durchdachte Sensorpositionierung, normales Besucherverhalten – liegen die Werte typischerweise bei 98–99 %. Wer Ihnen pauschal 99 % ohne Bedingungen zusagt, ignoriert die Realität eines Eingangsbereichs mit Sonneneinstrahlung oder dichtem Gedränge in Stoßzeiten. Die tatsächliche Genauigkeit hängt von Licht, Layout und Verhalten ab – nicht nur vom Sensor.

Werden meine Mitarbeitenden mitgezählt?

Ohne Korrektur ja – und das verzerrt jede Conversion-Rate spürbar. In einem Geschäft mit acht Mitarbeitenden, die morgens hereinkommen, zur Pause hinausgehen und Lieferungen entgegennehmen, summieren sich schnell Hunderte falscher Zählungen pro Tag. Deshalb arbeiten unsere Algorithmen mit Personalausschluss: Mitarbeitende werden erkannt und aus den Besucherzahlen herausgerechnet. Das ist keine Kosmetik, sondern die Voraussetzung dafür, dass Ihre Umsatz-pro-Besucher-Kennzahl überhaupt belastbar ist.

Bin ich an einen bestimmten Sensortyp gebunden?

Nein. Unsere Plattform ist sensor-agnostisch. Das bedeutet konkret: Sie sind nicht gezwungen, vorhandene Hardware zu entsorgen, wenn Sie den Software-Anbieter wechseln. Wir arbeiten mit den Sensorpartnern Xovis (3D-AI), Milesight, Hikvision und AXIS. Für einen Flughafenterminal mit langen, breiten Durchgängen wählen Sie eine andere Sensorik als für eine schmale Bibliothekstür – und genau diese Freiheit spart über die Jahre Geld.

Was unterscheidet die einzelnen Module?

Nicht jeder Betreiber braucht alles. Die Bausteine lassen sich nach Anwendungsfall kombinieren:

  • VemCount – die Basis für Besucherzählung und Kennzahlen.
  • VemTenant und VemLease – relevant für Shopping-Center, die Frequenzdaten an Mieter weitergeben oder in Mietverträge einbinden.
  • VemTrack und VemSpace – für Wegeanalysen und Flächenauslastung, etwa an Universitäten und in großen Facilities.
  • VemFusion – wenn mehrere Datenquellen zusammengeführt werden sollen.

Ein Bibliotheksbetreiber startet oft mit reiner Zählung; ein Center-Manager braucht von Anfang an die Mieterberichte.

Kann die Software Alter und Geschlecht erkennen?

AI-Sensoren erfassen Alters- und Geschlechtsschätzungen und trennen Kinder von Erwachsenen. Für einen Retailer mit Kindersortiment ist Letzteres praktisch: Familienfrequenz lässt sich von Einzelbesuchern unterscheiden. Wichtig für die Datenschutz-Diskussion mit Ihrer Rechtsabteilung: Es geht um anonyme Kategorien, nicht um die Identifikation einzelner Personen. Es werden keine Gesichter gespeichert, um jemanden wiederzuerkennen.

Läuft das in der Cloud oder bei mir?

Beides ist möglich – gehostet oder als private Cloud. Öffentliche Einrichtungen wie Universitäten und Bibliotheken entscheiden sich häufig für die private Variante aus Compliance-Gründen, während Retail-Ketten die gehostete Lösung wegen des geringeren IT-Aufwands bevorzugen. Die Daten lassen sich zudem in Ihr ERP oder BI integrieren, sodass Frequenzzahlen neben Umsatz- und Personaldaten in einem Bericht stehen.

Woran scheitern Projekte in der Praxis?

Eine Beobachtung aus vielen Installationen: Nicht der Sensor ist das Problem, sondern die Montage. Ein Sensor, der zwei Zentimeter zu weit vorne sitzt, erfasst Menschen, die nur am Schaufenster vorbeigehen, statt derer, die tatsächlich eintreten. Solche Abweichungen fallen im Datenblatt nicht auf, sondern erst, wenn die Zahlen drei Wochen später nicht zum Bauchgefühl des Filialleiters passen. Deshalb gilt: Planen Sie eine kurze Validierungsphase ein, in der manuell nachgezählt wird. Diese eine Woche Mehraufwand erspart Monate an Misstrauen gegenüber dem System.

Skaliert das über viele Standorte?

Über 85 Millionen Zählungen pro Tag laufen über unsere Plattform, mit über 2.000 Kunden und Partnern in mehr als 95 Ländern. Der praktische Punkt für Sie: Ein Center-Betreiber mit vierzig Standorten sieht dieselben Kennzahlen standardisiert nebeneinander, statt vierzig Insellösungen zu vergleichen. Das ist der Unterschied zwischen Daten sammeln und Daten nutzen.

Was bringt das messbar?

Die konkreten Hebel unterscheiden sich je nach Betreiber:

  • Retail: Personalplanung nach echten Frequenzspitzen statt nach Erfahrungswerten.
  • Shopping-Center: belastbare Frequenzdaten als Argument bei Mietverhandlungen.
  • Flughäfen: Steuerung von Reinigung und Sicherheitspersonal nach Passagieraufkommen.