Ein Raspberry Pi kostet weniger als eine Stunde Beraterhonorar – und genau das führt Teams in die Irre. Der Pi ist nicht der teure Teil eines Belegungsalarm-Systems. Der teure Teil ist die Kalibrierung, das Entprellen von Zählimpulsen und die Frage, was passiert, wenn der WLAN-Router um 3 Uhr nachts neu startet. Wer das versteht, baut ein System, das im Betrieb hält. Wer es ignoriert, baut ein Demo, das nach zwei Wochen falsche Zahlen liefert.
Für ein einzelnes Besprechungsraum-Pilotprojekt, ein Labor oder eine Werkstattfläche ist der Raspberry Pi ideal. Sie brauchen keine Lizenz, keine Cloud-Anbindung und keine Freigabe der IT-Abteilung, um zu testen, ob eine Schwellenwert-Logik in Ihrer Umgebung überhaupt sinnvoll ist. Sobald Sie aber über mehrere Etagen, Datenschutz-Audits und die Verknüpfung mit HVAC oder Sicherheitssystemen sprechen, ändert sich die Rechnung. Genau an dieser Grenze arbeiten Plattformen wie VemFusion, die Belegungsdaten an HVAC, BMS und Sicherheit anbinden – etwas, das Sie mit einem Bastel-Pi zwar nachbauen können, aber nicht wartungsfrei über Jahre betreiben werden.
Ein PIR-Sensor (Passiv-Infrarot) erkennt Bewegung, nicht Personen. Er sagt Ihnen, dass sich etwas bewegt hat, nicht wie viele Menschen im Raum sind. Für einfache „belegt/frei"-Alarme reicht er. Für echte Zählung brauchen Sie mehr:
Eine praktische Beobachtung aus dem Feld: Türzähler an Doppeltüren doppeln fast immer, wenn zwei Personen gleichzeitig durchgehen. Rechnen Sie mit dieser Abweichung, bevor Sie Ihrem Kunden eine Zahl nennen.
Der bewährte Aufbau trennt drei Schichten sauber voneinander. Erstens die GPIO-Auslesung, die die Sensorimpulse liest und entprellt – ohne Entprellung zählen Sie jede Person mehrfach. Zweitens die Zähllogik, die einen laufenden Belegungswert hält und bei Über- oder Unterschreiten eines Schwellenwerts einen Zustandswechsel meldet. Drittens die Meldeschicht, die den Alarm nach außen gibt.
In Python sieht das im Kern so aus: ein GPIO-Interrupt erhöht oder verringert einen Zähler, ein Zeitfenster von 300–500 Millisekunden filtert Prellen heraus, und eine Zustandsmaschine verhindert, dass der Alarm bei einem Wert, der um den Schwellenwert herum schwankt, im Sekundentakt feuert. Diese Hysterese wird von Anfängern fast immer vergessen – und ist der Hauptgrund für Alarm-Spam.
Ein Belegungsalarm bei einem vordefinierten Limit ist genau das Prinzip, das Vemco seit 2005 in Büros, Universitäten und öffentlichen Gebäuden einsetzt. Für Ihren Pi-Aufbau haben Sie mehrere Wege, den Alarm zuzustellen:
MQTT hat sich durchgesetzt, weil es die Auslesung von der Reaktion entkoppelt. Sie können die HVAC-Steuerung, ein Dashboard und einen Alarmkanal gleichzeitig speisen, ohne den Pi-Code zu ändern.
Hier trennen sich seriöse Integratoren von Verkäufern. Versprechen Sie keine feste Zahl. Professionelle Zählsysteme erreichen einen vertraglich zugesicherten Mindestwert von 96 % und liegen unter guten Bedingungen typischerweise bei 98–99 % – abhängig von Beleuchtung, Raumlayout und Besucherverhalten. Ein selbstgebauter Pi mit einem einzelnen PIR wird diese Werte in belebten Umgebungen nicht halten. Kalkulieren Sie das offen, statt später Vertrauen zu verlieren.
Ein Detail, das erwachsene Systeme berücksichtigen: Personalausschluss. Wenn Mitarbeiter denselben Raum zwanzigmal am Tag betreten, verzerren sie jede Auslastungsstatistik. Ihr Pi-Prototyp kennt diesen Unterschied nicht – professionelle KI-Sensoren, wie sie Vemco einsetzt, filtern solche Muster heraus.
Der Pi läuft im Labor perfekt und fällt im Gebäude nach drei Wochen aus. Die üblichen Ursachen: